Berufserkundung F. Borner AG

Herausragende Berufserkundung bei F. Borner AG, Reiden


«Soft Skills gewinnen an Bedeutung!» Gina Zeltner, Verantwortliche Berufsbildung

 

Verfasser: Brendan Oliver Schumacher, Berufswahlcoach, Sekundarlehrer, Zofingen

 

Einen Berufserkundungstag der Extraklasse erlebten 32 Oberstufenschülerinnen und -schüler der Zofinger Oberstufe bei der Firma F. Borner AG, in Reiden. Organisiert wurde dieser Nachmittag von neun berufsbildenden Fachpersonen, Lernenden und Gina Zeltner, Fachverantwortliche Ausbildung. Sie stellten uns fünf Berufs- und Praxisbildner/innen vor, welche an fünf spannenden Posten die verschiedenen Lehrberufe hautnah präsentierten.

 

Die Firma F. Borner AG ist ein führender Anbieter im Bereich Energietechnik. Obwohl die Firma in der Bevölkerung kaum bekannt ist, profitieren täglich viele Menschen von ihren hochwertigen Verteilkabinen, die eine zuverlässige Stromversorgung sicherstellen. Seit ihrer Gründung im Jahr 1977 ist das Unternehmen kontinuierlich gewachsen und beschäftigt heute rund 200 Mitarbeitende. BORNER ist spezialisiert auf die Herstellung komplexer Baugruppen für die Energiebranche und bietet zudem vielfältige Dienstleistungen an.

Das Unternehmen ist stark gewachsen und arbeitet kontinuierlich an der Optimierung seiner Prozesse, wobei die Mitarbeitenden eng in diese Entwicklung eingebunden sind. Beeindruckend ist ein innovatives Kommunikationsmittel: In jeder Abteilung gibt es einen Bildschirm, der am Morgen konsultiert wird und das Team mit wichtigen Informationen versorgt. Was im Team oder kooperativ gelöst werden kann, wird gelöst – nur wenn nötig, wird die Geschäftsleitung involviert. Das schafft Eigenverantwortung und Effizienz zugleich.

Der hohe Anspruch der F. Borner AG an Präzision, Qualität und Flexibilität ist bekannt. Beeindruckend ist jedoch auch, wie stark sich das Unternehmen in die Ausbildung und Nachwuchsförderung einbringt! 

Der Aufwand, der für unseren Besuch betrieben wurde, war gewaltig. Die fünf Posten boten praxisnahe Einblicke und machten die Vielfalt der Berufsfelder greifbar.

 

Die fünf Posten der Berufserkundung

 

Posten 1: Fachperson Betriebsunterhalt

Beim Posten der Fachperson Betriebsunterhalt durften die Schülerinnen und Schüler an einem Modell ein Türschloss auswechseln. Dabei waren technisches Verständnis und eine genaue Arbeitsweise gefragt. Zuerst musste erkannt werden, wie das Schloss aufgebaut ist und in welcher Reihenfolge die einzelnen Teile demontiert werden müssen. Anschliessend galt es, das Schloss wieder korrekt zusammenzusetzen und einzubauen. Die Aufgabe erwies sich als anspruchsvoller als erwartet. Nur wer die Funktionsweise des Schlosses verstand und sorgfältig arbeitete, konnte die Herausforderung erfolgreich meistern. 

 

Posten 2: Automatikmonteur/in

Der Beruf Automatikmonteur/in wurde mit einer anspruchsvollen Praxisaufgabe erlebbar gemacht: Es galt, ein Schaltschema zu lesen und elektrische Schaltungen korrekt zu verdrahten und anschliessend die Funktion zu überprüfen.

 

Posten 3: Produktionsmechaniker/in

Beim Posten des Produktionsmechanikers durften die Schüler und Schülerinnen ein Geschicklichkeitsspiel zusammenbauen. Die einzelnen Bauteile wurden vorgängig auf dem hauseigenen Maschinenpark gefertigt und mit einer Gravur versehen.

Das fertige Spiel durfte anschliessend getestet und natürlich auch mit nach Hause genommen werden, was für zusätzlichen Spass und einige knifflige Herausforderungen sorgte.

 

Posten 4: Logistik/in

Bei einem Logistik-Wettbewerb konnten die angehenden Logistiker/innen ihre Geschicklichkeit testen, indem sie einen Parcours mit einem Palettenrolli schnell und präzise meisterten. Die zwei Besten erhielten als Belohnung ein originales Schweizer Sackmesser.

 

Posten 5: Kaufmann/frau

Im Bereich KV mussten sich die Schülerinnen und Schüler an einer doppelten Aufgabe versuchen: Neben dem Abtippen und Formatieren eines Textes galt es, eine Auftragsbestellung mit einem Lieferschein zu vergleichen und sechs Fehler zu finden – eine Herausforderung, die Konzentration und Genauigkeit erforderte.

 

Wirkung und Berufsförderung

 

Die Bemühungen um Orientierung bei BORNER führen dazu, dass sich viele Schülerinnen und Schüler für eine Lehrstelle interessieren. Die engmaschige Begleitung der Lernenden durch die Berufs- und Praxisbildner führt zu einer hohen Bestehensquote – ein klarer Indikator für die Qualität der Ausbildung.

Gina Zeltner hebt auch die Bedeutung von Soft Skills hervor, die in modernen Stellenausschreibungen immer häufiger genannt werden. 

Die F. Borner AG zeigt einmal mehr exemplarisch, wie Betriebe und Schulen zusammenwirken können, um junge Menschen erfolgreich in die Berufswelt zu begleiten.

 

Im Namen aller Beteiligten bedanke ich mich ganz herzlich bei der F. Borner AG für diesen aussergewöhnlichen und lehrreichen Nachmittag. Die Begeisterung und das Engagement, mit dem das Team der Berufs- und Praxisbildner/innen diesen Einblick in die Berufswelt ermöglicht hat, haben wertvolle Impulse für die Zukunft der Schülerinnen und Schüler gegeben. Die Firma F. Borner AG lebt vorbildlich eine Kultur der Nachhaltigkeit, auch wenn es um die Förderung des Nachwuchses geht – eine Kultur, von der nicht nur die zukünftigen Lernenden, sondern unsere ganze Gesellschaft profitiert.

 

 

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