Berufserkundung Stierli AG

Berufserkundung bei der Garage Stierli AG

 

Die Berufserkundung bei der Garage Stierli AG begann mit einer freundlichen Begrüssung durch Andrea Mancino. Danach erhielten wir einen Überblick über den Ablauf und Informationen zu den Lehrberufen, bevor in vier Gruppen ein spannender, praktischer Parcours durchlaufen wurde. 

 

Ausbildungsmöglichkeiten im mechanischen Bereich

 

Im Automobilbereich gibt es drei Grundausbildungen:

 

  • Automobilassistent/in EBA, 2 Lehrjahre
  • Automobil-Fachmann/-frau EFZ (Fachrichtung Personenwagen), 3 Lehrjahre
  • Automobil-Mechatroniker/in EFZ (Fachrichtung Personenwagen), 4 Lehrjahre

Wer sich weiterbilden möchte, hat viele Möglichkeiten. Man kann zum Beispiel nach der Lehre zwei Jahre anhängen und einen höheren Titel erwerben. Anschliessend ist auch die Ausbildung zum Diagnostiker/ zur Diagnostikerin möglich. Weitere Weiterbildungsmöglichkeiten sind beispielsweise Werkstattchef/in, Kundendienstberater/in, Verkaufsberater/in. Die Lehre legt also einen wichtigen Grundstein mit viel Potenzial für die Zukunft.

 

Spannende Fakten rund ums Auto

 

In der Schweiz fahren rund 6,6 Millionen Autos. Etwa zwei Drittel aller Schweizerinnen und Schweizer besitzen rein rechnerisch ein Auto.

Die Fahrzeuge werden mit unterschiedlichen Antriebsarten betrieben:

Mit Benzin oder Diesel, rein elektrisch, hybrid oder mit Wasserstoff.

Rund 4 Millionen Fahrzeuge sind Benzin- oder Dieselautos, etwa 2,6 Millionen sind Elektro- oder Hybridautos, Tendenz steigend.

Ein Auto ist ein hochkomplexes technisches System und besteht aus ungefähr 10’000 Einzelteilen – eine beeindruckende Zahl!


Der Parcours – praktische Einblicke

 

Während des Postenlaufs durften die Jugendlichen an 4 Posten selbst aktiv werden:

 

  1. Autoteile beschriften – Teile erkennen unter einem Auto, welches auf dem Lift ist
  2. Motor – wie sieht ein Motor aus, wenn man ihn öffnet und wie funktioniert er
  3. Reifen demontieren und montieren – mit einem Lufthammer Räder demontieren, Reifen wechseln, auswuchten und wieder montieren
  4. Elektronik – wie werden Fehler in der Fahrzeugelektronik diagnostiziert

Mit viel Einsatz sowohl des Personals als auch der Jugendlichen wurden diese Arbeiten ausgeführt. 

 

 

Informationen zur Garage Stierli AG


Im Anschluss an den Parcours vermittelte Andrea Mancino Informationen zur Geschichte der Garage Stierli. Vor der Verabschiedung wurde erörtert, wie man zu einer Schnupperlehrstelle kommt und wie die Lehrstellen vergeben werden.

 

Die Garage Stierli AG besteht heute aus drei Betrieben mit insgesamt rund 50 Mitarbeitenden. Sie vertritt vier Marken: Volvo, Nissan, Hyundai und Polestar.

Die Garage Stierli ist zudem ein Hochvolt-Center für Volvo.

 

Seit über 71 Jahren gibt es die Garage Stierli AG – und seit 71 Jahren werden Lernende ausgebildet. Bisher wurden mehr als 200 Lernende erfolgreich zum Lehrabschluss geführt. Viele Mitarbeitende haben ihre Ausbildung im Betrieb absolviert.

Aktuell werden etwa zehn Lernende ausgebildet und jedes Jahr werden drei Lehrstellen frei. 
 

Wie kommt man zu einer Lehrstelle?

 

Der erste Schritt ist eine Schnupperlehre (3 Tage, Dienstag bis Donnerstag).

Auf der Homepage der Garage kann man sich direkt über ein Formular bewerben. Danach folgt das Bewerbungsverfahren mit dem AGVS-Eignungstest (Mathematik, technische Aufgaben, sprachliche Aufgaben).

 

Am Schluss wird entschieden, für welche Ausbildung man sich bewerben kann.

 

Ein grosses DANKESCHÖN
 

Die Berufserkundung bei der Garage Stierli AG war sehr interessant und lehrreich. Die Jugendlichen erhielten spannende Einblicke in die Welt der Autos und lernten die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten kennen. Besonders beeindruckend war, wie vielfältig und technisch anspruchsvoll die Berufe der Automobilbranche sind – und welche guten Zukunftschancen geboten werden.

 

Es ist nicht selbstverständlich, dass sich ein Betrieb so stark für die Berufsorientierung von Jugendlichen engagiert. Sechs Mitarbeitende haben sich einen ganzen Nachmittag Zeit genommen, um uns ihren Beruf näherzubringen. Dafür wurde sogar die Garage geschlossen. Dieses grosse Engagement verdient höchste Anerkennung.

Im Namen der Oberstufe Zofingen danke ich Andrea Mancino und den Mitarbeitenden der Garage Stierli AG ganz herzlich für die äusserst gelungene Berufserkundung!

 

 

Brendan Oliver Schumacher, Berufswahlcoach der Oberstufen, Zofingen

 

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