Berufserkundung Rivella

Berufserkundung der Oberstufe Zofingen bei der Rivella AG

 

«Unsere Getränke entstehen im Team» (Jennifer Bühler, Leitung Berufsbildung)

 

Rund 50 Schülerinnen und Schüler der Oberstufe Zofingen nahmen an einer Berufserkundung bei der Rivella AG in Rothrist teil. Die Leiterin der Berufsbildung, Jennifer Bühler, begrüsste die Jugendlichen und stellte im wunderschönen Lichthof des  Hauptgebäudes das Programm des Nachmittages vor. 

Anschliessend wurden zwei Gruppen gebildet. Eine Gruppe nahm mit Nicolas an einem Rundgang durch die Produktion teil und die andere Hälfte blieb im Seminarraum und erhielt Informationen über das Unternehmen und die verschiedenen Lehrberufe bei Rivella.

 

Rundgang durch den Betrieb

 

Für den Betriebsrundgang gelten strenge Hygienevorschriften. Deshalb mussten alle sichtbaren Schmuckstücke entfernt werden. Die Schülerinnen und Schüler wurden im wunderschönen Lichthof des Bürogebäudes mit Haarnetz, Schutzmantel, Leuchtweste und Kopfhörern ausgerüstet.

 

Während des Rundgangs konnten verschiedene Berufe direkt im Arbeitsalltag erlebt werden, unter anderem Anlageführer/-in EFZ, Brau- und Getränketechnolog/-in EFZ und Logistiker/-in EFZ.

Nicolas erklärte den Jugendlichen die Herstellung der Getränke. Die Produktion ist hochautomatisiert und erfordert komplexe Anlagen und genaue Qualitätskontrollen. Die Gruppe sah unter anderem grosse Siruptanks und Zuckersilos in der Aufbereitung, den Konzentratkeller, in dem die Grundstoffe verarbeitet werden, vollautomatische Palettierungsanlagen und einen Teil des riesigen Lagers.

Eine wichtige Rolle spielt neben der Hygiene auch die Qualität der Zutaten und des Wassers. Das Wasser wird in einer Osmoseanlage aufbereitet, um eine konstant hohe Qualität zu gewährleisten.

In der Produktion konnten zwei Abfülllinien besichtigt werden: die Rivella-Linie und die Focus-Linie.

Besonders beeindruckend waren die modernen Abfüllanlagen. Dabei werden PET-Rohlinge zuerst erhitzt, dann zu Flaschen aufgeblasen und anschliessend direkt befüllt. Für kohlensäurehaltige Getränke und stille Getränke werden unterschiedliche Verfahren verwendet.

Die Qualität wird laufend kontrolliert. Beispielsweise werden die Dicke der PET-Flaschen, der Füllstand und der Geschmack regelmässig überprüft. 

Jede Flasche wird fotografiert, damit kontrolliert werden kann, ob genügend Getränk eingefüllt wurde. Anschliessend werden die Flaschen etikettiert und zu 6er-, 12er- oder 24er-Paketen zusammengeschrumpft.

Die Schülerinnen und Schüler beobachteten auch, wie ein Anlagenführer eine Plastikfolie an der Verpackungsanlage wechselte. Anlagenführer sind zudem dafür verantwortlich, Störungen zu beheben, die beispielsweise nach Wartungsarbeiten auftreten können.

 

Ein weiterer wichtiger Bereich ist das Labor, in dem Brau- und Getränketechnologinnen und -technologen arbeiten. Dort werden laufend Qualitätsanalysen durchgeführt, damit das Getränk immer gleich schmeckt.

 

Vorstellung des Unternehmens

Nach dem Rundgang stellten Jennifer Bühler und Céline, KV-Lernende im dritten Lehrjahr, das Unternehmen und seine Ausbildungsangebote vor.

Die Rivella AG wurde 1952 von Robert Barth in Stäfa (ZH) gegründet und zog 1954 nach Rothrist um. Seitdem hat sich das Unternehmen stetig weiterentwickelt. Zu den wichtigen Meilensteinen gehören unter anderem die Einführung von Rivella Blau, dem weltweit ersten Light-Erfrischungsgetränk, Übernahme der Fruchtsaftmarke Michel und die Lancierung verschiedener neuer Rivella-Sorten.

Heute beschäftigt das Unternehmen rund 234 Mitarbeitende und bildet 19 Lernende aus.

Weitere interessante Fakten über Rivella:

•     95 % der Schweizer Bevölkerung kennen die Marke

•     Rivella gehört zu den Top-10-Unternehmen der Schweiz

•     Rivella-Getränke werden auch in Länder wie Holland, Frankreich und Luxemburg 

  exportiert

•     Pro Tag wird die Milch von 3000 Kühen zu Milchserum verarbeitet

 

Lehrberufe bei Rivella

 

Bei Rivella können 6 Berufe erlernt werden: 

•         Anlageführer/-in EFZ

Bedienung, Überwachung und Wartung von Produktionsanlagen.

•     Automatiker:/-in EFZ

Wartung, Programmierung und Reparatur von elektrischen und pneumatischen Anlagen.

•     Informatiker/-in Plattformentwicklung EFZ

Installation und Wartung von IT-Systemen sowie Betreuung von Servern und Netzwerken.

•     Logistiker/-in EBA oder EFZ

Wareneingang, Lagerbewirtschaftung, Kommissionierung und Versand.

•     Brau- und Getränketechnolog/-in EFZ

Herstellung und Qualitätskontrolle von Getränken.

•     Kauffrau / Kaufmann EFZ

Arbeit in Bereichen wie Marketing, Einkauf, Verkauf, Finanzen oder Personal.

 

Vorteile einer Lehre bei Rivella

 

Die Lernenden profitieren von verschiedenen Benefits: 6 Wochen Ferien, Gratisgetränke und vergünstigte Verpflegung im Personalrestaurant, Kostenübernahme für Lehrmittel, Prämien für gute schulische Leistungen, Laptop und Handy für die Ausbildung, Unterstützung bei Sprachaufenthalten, Events und Ausflüge für Lernende und können überdies im hauseigenen Fitnessraum ihre Gesundheit fördern.

 

Die Rivella AG wurde mehrfach als bester Arbeitgeber seiner Branche ausgezeichnet, letztmals vor einem Monat, gesamtschweizerisch. Das Unternehmen legt grossen Wert auf eine persönliche Betreuung und eine Ausbildung auf Augenhöhe.

Die Firmenkultur der Rivella ist wegweisend, und das darf und muss betont werden.

«Unsere Getränke entstehen im Team», betont Jennifer Bühler. Dieser Teamgeist ist auf Schritt und Tritt spürbar, angefangen bei der Du-Kultur und bestätigt in den zufriedenen Gesichtern der Mitarbeitenden.

 

Zum Schluss konnten die Schülerinnen und Schüler in einem Quiz testen, wie viel sie während des Besuchs gelernt hatten.

Zum Abschied erhielten alle eine Tasche mit verschiedenen Getränken aus dem Rivella-Sortiment. Die Jugendlichen kehrten mit vielen neuen Eindrücken, guter Laune und einem besseren Verständnis für die verschiedenen Berufsmöglichkeiten in der Getränkeindustrie nach Zofingen zurück. 

Im Namen der Oberstufe Zofingen danke ich den Verantwortlichen und Durchführenden ganz herzlich für diese beeindruckende und bestens organisierte Berufserkundung. 

 

Brendan Schumacher, Berufswahlcoach

 

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